Im Sommer 2025 begann im Rahmen des DolWin4-Projekts eine Kampfmitteluntersuchung durch die Rheinmetall Project Solutions GmbH im Auftrag von Amprion Offshore. Die Experten setzten hochauflösende EM-Messsysteme zur exakten Kartierung eines Wracks einer US-B-17 im etwa 260 Meter tiefen Nordseebereich ein. Offshore-Taucher waren beteiligt. Durch stufenweises Freispülen wurden Sedimentschichten von bis zu 1,5 Metern abgetragen, um die Bombenkammer zu inspizieren. Ohne Sprengstofffunde entfielen potenzielle Bauverzögerungen. Der Auftrag liegt im einstelligen Millionen-Euro-Rahmen.
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Freispülen und EM-Messungen enthüllen gründliche B-17-Wrackstrukturen Nordsee Sommer 2025
In einer mehrwöchigen Mission im Sommer 2025 untersuchte Rheinmetall Project Solutions GmbH für Amprion Offshore GmbH ein B-17-Flugzeugwrack in etwa 260 Metern Tiefe nahe der DolWin4-Plattform in der Nordsee. Durch hightech EM-Messungen und schrittweises Freispülen konnten sämtliche Gefahrenquellen erfasst werden. Der Umfang des Projekts, finanziert mit einem niedrigen siebenstelligen Eurovolumen, schuf eine belastbare Basis für die unmittelbar anschließenden Ausbauarbeiten der Offshore-Konverterstation und sichert den reibungslosen Verlauf des Energiewendeprojekts.
Elektromagnetometer liefert hochpräzise Daten für gezielte Sedimentfreilegung am Wrack
Bereits in der Vorphase erstellte Rheinmetall eine detaillierte Einsatzplanung inklusive Logistik, Technikprüfung und Gesundheitsmanagement für Taucher. Mit einem fortschrittlichen elektromagnetischen Ortungsgerät wurde zunächst eine exakte Abbildung des Wracks erstellt. In einem gestuften Verfahren entfernten Teams die rund 1,5 Meter mächtige Kombination aus Sand und Schlick mittels Freispültechnik. Für die Unterwasseroperationen und das finale Heben von Wrackkomponenten sorgten spezielle Offshore-Tauch- und Hebeteams für einen reibungslosen Ablauf. Zudem dokumentierten sie jeden Arbeitsschritt.
DPAA-Experten vor Ort identifizieren B-17-Bombenkammer und beseitigen mögliche Gefahren
Mit Experten der DPAA, einer US-Militärbehörde zur Klärung vermisster Einsatzkräfte, erfolgte die Kampfmittelbewertung direkt im Feld. Spezielle Messtechnik verhalf zur raschen Identifikation der Bombenkammer im B-17-Rumpf, woraufhin das Team die Lukenöffnungen kontrolliert erweiterte. Die visuelle Untersuchung der freigelegten inneren Bereiche ergab, dass keine Bomben oder Zünder mehr vorhanden waren. Somit konnte die Einsatzstelle ohne Restrisiken freigegeben und weitere Bauarbeiten bedenkenlos fortgesetzt werden. Die Ergebnisse wurden detailliert dokumentiert und revisionssicher archiviert.
Freigegebene Zone um Fundstelle sichert termingerechte Installation der DolWin4-Konverterplattform
Nach Abschluss der Kampfmittelfreigabe erteilte Amprion umgehend die Freigabe für den Arbeitsbereich um das Wrack. Dadurch entfällt jeder Aufwand für zusätzliche Sicherungsmaßnahmen oder Nachprüfungen im Projektablauf. Ein nahtloser Übergang zur Tiefbau- und Installationsphase ist gewährleistet. Das saubere Prüfungsergebnis sichert die Basis für die Errichtung der DolWin4-Offshore-Konverterplattform. Die Netzanbindung wird planmäßig bis 2028 realisiert, um den Betrieb fristgerecht aufzunehmen und unterstützt die Stromversorgung in der deutschen Nordsee und reibungslos Versorgungssicherheit gewährleistet.
Amprion Offshore und DPAA kooperieren bei Bombenkammer-Identifikation ohne Munition
Die vollständige Beseitigung möglicher Kampfmittel durch die Zusammenarbeit von Rheinmetall und DPAA schafft die Basis für einen störungsfreien Bau der DolWin4-Offshore-Plattform. Dank modernster Unterwassertechnik und EM-Kartierung konnte die Bombenkammer exakt lokalisiert und visuell inspiziert werden. Es wurden keinerlei Sprengstoffe vorgefunden, wodurch Verzögerungen vermieden werden. Zusätzlich liefert die Analyse des historischen B-17-Wracks tiefgreifende Einblicke in frühere Luftfahrttechnik und bereichert so kulturelles und technisches Wissen bis zum Projektabschluss 2028 und Kompetenztransfer. dauerhaft.

