Fast täglich organisiert das Sprengel Museum Hannover Führungen, Workshops und Veranstaltungen, die interaktive Zugänge zu zeitgenössischer Kunst ermöglichen. Spezielle Formate wie „Kunst am Tage“, Kinderangebote und offene Werkstätten richten sich an vielseitige Zielgruppen. Ergänzt wird das Programm durch Kuratorenführungen, digitale Audioguides und multimediale Dokumentationen. So entsteht ein niedrigschwelliges Angebot, das unabhängig von Vorerfahrung neugierige Besucher jeden Alters in dialogorientierte Auseinandersetzungen mit Identität, Raum und künstlerischen Prozessen einlädt. Interaktive Erlebnisse gewährleistet.
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Monumentale Calder-Installationen und performative Stadtrauminterventionen im Sprengel Museum Hannover
Im Zentrum stehen Horst Antes ikonische Kopffüßler, die Fragen nach individueller Identität und räumlicher Konstellation aufwerfen. Maja Zipfs Emotional Support Objects thematisieren psychologische Zustandserfahrungen und gesellschaftliche Spannungsfelder. Paul Mpagi Sepuyas fotografische Arbeiten untersuchen die Inszenierung von Schwarzsein und Dunkelheit. Kaloki Nyamais großformatige Calder-Installationen verschmelzen afrikanische Überlieferung mit modernem Experiment. Farzane Vaziritabars nutzt performative Eingriffe im Stadtraum und Otto Gleichmann beleuchtet den Expressionismus neu. Dadurch entsteht ein tiefgehendes, intensives, interaktives Kunsterlebnis.
Kaloki Nyamais Calder-Installationen vereinen afrikanische Narrative mit künstlerischer Experimentierfreude
Innerhalb der kuratorischen Gesamtkomposition eröffnet die große Retrospektive von Horst Antes mit rund 80 detailreichen Werken eine Analyse seiner Kopffüßler und Haus-Archetypen als Schnittstelle von Ich-Projektion und architektonischer Struktur. Im Calder-Saal kontrastieren Kaloki Nyamais monumentale Bildcollagen historische afrikanische Mythen mit radikalen Materialexperimenten. Zur selben Zeit entwickelt Farzane Vaziritabars Performance auf Basis einer 105.000-Euro-Förderung interaktive Interventionen entlang des roten Stadtpfads von Hannover. Diese Projekte reflektieren urbane Identitätsdiskurse und eröffnen dialogische Raumerlebnisse.
Abenteuer Abstraktion in 19 Räumen zwischen Moderne und Gegenwart
Die Neupräsentation „Mein lieber Schwan!“ zeigt ab dem 17. Mai 170 Schlüsselwerke von Beckmann, Picasso bis Genzken und untersucht ihre Bedeutung für die Moderne. Parallel öffnet „Abenteuer Abstraktion“ in 19 Räumen Einblicke in non-figurative Kunst verschiedener Techniken. Eine multimediale Dokumentation beleuchtet Künstlerbiografien im Nationalsozialismus und liefert kontextuelle Bezüge zu den Beständen. Die Neuordnung der Hängung erzeugt überraschende Dialoge zwischen Klassischer Moderne und Gegenwartskunst. Regelmäßige interaktive Vermittlungsangebote fördern vertiefte künstlerische Auseinandersetzungen.
Notfallkonzert, offene Werkstätten und Ferienkunstcamp bereichern interaktives tägliches Museumserlebnis
Fast täglich finden im Museum interaktive Führungen mit Titeln wie „Kunst am Tage“ und „Mittags mit der Kunst“ statt, bei denen Meisterwerke von Christian Schad und Niki de Saint Phalle kommentiert werden. Parallel dazu richten sich spezielle Kinderprogramme wie „Sprengel Knirpse“ und ein kreatives Ferienkunstcamp an junge Besucher. Das „Notfallkonzert“ und offene Ateliers bieten experimentelle Medienerfahrungen. Alle Angebote können online reserviert werden und sind ab sechs Euro pro Führung buchbar.
Barrierefreie Architektur, Familienangebote und digitale Audioguides ermöglichen inklusive Museumserlebnisse
Über ticket.sprengel-museum.de können Besucher Eintrittskarten bequem online erwerben, wobei ermäßigte Tickets kostenbewussten Gästen entgegenkommen. Kostenfreie thematische Führungen vertiefen die Auseinandersetzung mit Kunstwerken. Breite Besuchsgruppen profitieren von rollstuhlgerechten Rampen, Aufzügen und barrierefreien Sanitäranlagen. Spezielle Angebote für Familien, Schulklassen und Seniorengruppen fördern inklusive Teilnahme. Ergänzend übermitteln Audioguide-Kommentare sowie digitale Download-Pakete Hintergrundinformationen und individuelle Rundgangoptionen zur selbstbestimmten Erkundung der Ausstellungsinhalte. Barrierefreie Architekturlösungen gewährleisten Zugang, während Kuratorenführungen detaillierte Einblicke in Sammlungsstrategien und Ausstellungskonzeption bieten.
Maja Zipfs Außenausstellung außerhalb thematisiert Klimakrise und Kapitalismuskritik interdisziplinär
Im Rahmen von Sprengel@feinkunst koordiniert das Museum gemeinsam mit feinkunst e.V. sowie städtischen Institutionen thematische Projekte. Maja Zipfs „Emotional Support Objects“ entstehen außerhalb der Museumsräume und verhandeln Umweltkrise, soziale Fragilität und kapitalismuskritische Perspektiven. Der Kunstpreis Hannes Malte Mahler – it is art(R) – vernetzt Künstler weltweit und finanziert performative Eingriffe im öffentlichen Raum. Diese Initiativen stärken das städtische Kulturforum und fördern partizipative, interaktive Kunstpraktiken und bringen wichtige Impulse für Stadtkultur.
Mit einer ausgewogenen Mischung aus hochkarätigen Ausstellungen, interaktiven Workshops und digitalen Vermittlungsformaten bietet das Sprengel Museum Hannover vielfältige Zugangsmöglichkeiten. Niedrigschwellige Angebote wie offene Werkstätten, Audioguides und partizipative Projekte fördern autodidaktisches Entdecken. Externe Veranstaltungsorte und Kooperationen erweitern das Spektrum. Die Verbindung historischer Meisterwerke mit zeitgenössischer Kunst schafft in einer barrierefreien Umgebung nachhaltige Lernimpulse und ermöglicht Kunstenthusiasten, ihre Perspektiven zu erweitern und individuelle Sinneserfahrungen zu sammeln und regionale sowie internationale Netzwerke aufbauen.

