El Nino zeigt sich ungewöhnlich intensiv und dient als wichtiger, aber begrenzter Anhaltspunkt für die kommende Wintersaison. Die verfügbaren Modellrechnungen sprechen für Europa eher für milde Luftmassen und reichlich Niederschlag. Weil die Temperaturen erhöht sein können, verlagert sich die Schneefallgrenze voraussichtlich häufiger in höhere Bergregionen. Urlauber finden daher in hochalpinen Skigebieten bessere Bedingungen für Naturschnee. Gletscher können zusätzlich Sicherheit bieten. Für einzelne Reisezeiträume und konkrete Täler bestehen keine verlässlichen Prognosen.
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Climate Prediction Center meldet historischen Anstieg: Nino3.4-Index erreicht Septemberrekord
Die Entwicklung des Nino3.4-Index zeigt innerhalb weniger Monate eine markante Verstärkung. Laut der offiziellen Zeitreihe des Climate Prediction Center nahm der Wert von +0,47 °C im April auf +2,84 °C im September zu. Dadurch fiel die Anomalie höher aus als beim bisherigen Spitzenwert von +2,72 °C im November 2015. Weil sich El-Nino-Ereignisse gewöhnlich erst im Spätherbst oder Frühwinter zuspitzen, können die Messwerte bis dahin weiter steigen und neue Rekorde erreichen.
El Nino erreicht laut IRI Wochenwert von 3,3 Grad
Die am 8. Oktober veröffentlichte NOAA-Bewertung weist für die Monate Oktober, Dezember eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent für einen historisch starken El Nino aus. Gegenüber der vorherigen Angabe von 75 Prozent entspricht dies einem Anstieg um acht Prozentpunkte. Nach Einschätzung der Behörde wäre das Ereignis stärker als sämtliche El-Nino-Episoden seit 1950. Das IRI beobachtete Mitte Oktober plus 3,3 Grad Celsius und über fünf Wochen Werte von als plus 3,0 Grad.
Milder Winter erhöht Regenrisiko in Skigebieten unterhalb hoher Lagen
Die für die Wintersaison berechneten Klimasignale sprechen in Europa eher für milde Luftmassen und eine erhöhte Niederschlagsneigung. Für den alpinen Wintersport ist vor allem die erwartete Höhenlage der Schneefallgrenze entscheidend. Unterhalb davon verschlechtern Regen und wechselnde Tauphasen die Bedingungen für eine dauerhafte Schneedecke. In hoch gelegenen Regionen bleibt dagegen die Möglichkeit größerer Schneemengen erhalten. Da saisonale Prognosen regionale Wetterlagen eingeschränkt erfassen, kann ein Winter mit längeren kalten Abschnitten nicht ausgeschlossen werden.
Gletschergebiete sichern bei milder Witterung bessere Schneebedingungen in Alpen
Die zu erwartende hohe Schneefallgrenze macht die Lage eines Skigebiets für die Reiseplanung besonders relevant. Oberhalb von etwa 1800 bis 2000 Metern steigt die Wahrscheinlichkeit, dass feuchte Luftmassen Schnee statt Regen bringen. Zudem werden Schneedecken in diesen Bereichen weniger schnell durch milde Phasen beeinträchtigt. Gletscher bieten wegen ihrer meist höheren Ausgangslage einen weiteren Vorteil. Sie können auch dann bessere Pistenbedingungen sichern, wenn in tieferen Lagen Tauwetter über längere Zeit vorherrscht.
Flexible Buchungen und hoch gelegene Ziele mindern das Schneerisiko
Der Nino3.4-Index beschreibt die Erwärmung eines großen Meeresgebietes im tropischen Pazifik und ist kein Instrument für örtliche Schneeprognosen. Selbst bei extremen Werten entstehen in den Alpen unterschiedliche Bedingungen, abhängig von Höhenlage, Exposition, Luftströmung und Zeitpunkt der Niederschläge. Eine allgemein mildere Wintersaison schließt einzelne kalte und schneereiche Phasen nicht aus. Für die Auswahl eines Urlaubsortes sind daher Höhenmeter, Beschneiungsmöglichkeiten und die aktuelle Wetterentwicklung wichtiger. Buchungen mit kurzfristigen Änderungsoptionen schaffen zusätzliche Planungssicherheit.
Die verfügbaren saisonalen Hinweise beschreiben für Europa keinen schneearmen Winter insgesamt, sondern eine erhöhte Wahrscheinlichkeit milder Temperaturen und einer hohen Schneefallgrenze. Für die praktische Reiseentscheidung gewinnt damit die Lage über dem Meeresspiegel an Bedeutung. In Höhen ab 1800 bis 2000 Metern sind die Bedingungen für natürlichen Schnee voraussichtlich robuster. Hochgelegene Skigebiete und Gletscher reduzieren besonders während warmer Niederschlagsphasen das Risiko, dass Regen die Pistenbedingungen beeinträchtigt oder Schneedecken nachhaltig schwächt.

